🎤 Auswirkungen der Weitergabe von Gewalttraumata, Prof Daniel Schechter
Prof Schechter ist ein international anerkannter Experte für die intergenerationellen Auswirkungen von Traumata, insbesondere im Zusammenhang mit innerfamiliärer Gewalt. Anhand klinischer Beispiele und Forschungsdaten untersucht er, wie Gewalterfahrungen der Eltern in der Paarbeziehung die emotionale und soziale Entwicklung von Kindern beeinflussen. Sein Vortrag beleuchtet sowohl die Beziehung zwischen dem betroffenen Elternteil und dem Kind als auch jene zwischen dem gewaltausübenden Elternteil und dem Kind, um die relationalen Dynamiken besser zu verstehen und daraus Ansätze für Prävention und therapeutische Intervention abzuleiten.
💡 Symposium KidsToo « Coercive control: Familiäre und rechtliche Aspektes »
📍 Hôtel Beaulac, Neuchâtel
🗓️ 10. Juni 2026
👉 Vollständiges Programm und Anmeldung hier : www.kidstoo.ch/de/symposium

📬 KidsToo-Newsletter – Januar 2026
Zu Beginn des neuen Jahres lädt er dazu ein, einen Schritt zurückzutreten und die Tradition der guten Vorsätze zu hinterfragen. Was bedeuten sie wirklich, wenn es darum geht, häusliche Gewalt zu bekämpfen und Kinder sowie Opfer-Überlebende nachhaltig zu schützen?
👉 Inhaltlich geht es unter anderem um:
• Januar, die Zeit der guten Vorsätze
• Und nun… ? KidsToo… ?
• Kater und übermäßiges Essen 2025
• Die Vorsätze für 2026
📖 Hier lesen: https://www.kidstoo.ch/app/uploads/K2NL_202601_DE.pdf
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und danken Ihnen bereits im Voraus für Ihr Feedback, Ihre Anmerkungen und das Teilen dieser Inhalte.
Der Jahresbericht 2025 ist veröffentlicht!

Der Jahresbericht der KidsToo Stiftung blickt auf ein Jahr voller Engagement, konkreter Maßnahmen und Wirkung im Einsatz für Opfer-Überlebende von häuslicher Gewalt, Kinder und Erwachsene.
Der Bericht beleuchtet:
✔️ unsere Mission und Vision
✔️ die unterstützten Projekte
✔️ die Fortschritte, die dank unserer Partner:innen erreicht wurden
Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich täglich für das Vorankommen unserer Mission einsetzen.
👉 Den Bericht finden Sie hier: https://www.kidstoo.ch/app/uploads/KidsToo-Rapport-dactivite-Annuel-2025-DE-1.pdf
📖 👩👧👦 Kinderbuch « Vom Glücksballon in meinem Bauch »
Wir freuen uns, die Veröffentlichung der neuen Ausgabe des illustrierten Kinderbuchs « Vom Glücksballon in meinem Bauch » zu unterstützen. Das einfühlsame und zeitgemässe Buch wurde entwickelt, um das Thema häusliche Gewalt kindgerecht und familiennah aufzugreifen.
Unter der Leitung des Frauenhauses des Kantons Luzern entstanden, stellt dieses Buch ein wertvolles Instrument für Prävention und Dialog dar.
👉 Sie können das Buch hier bestellen:
https://www.frauenhaus-luzern.ch/bestellen/

Symposium « Coercive control: Familiäre und rechtliche Aspekte »
Die Stiftung KidsToo freut sich, ihr erstes Symposium zum Thema Coercive Control anzukündigen.
📅 10. Juni 2026
📍 Hôtel Beaulac, Neuchâtel
Dieses Symposium bietet einen multidisziplinären Ansatz zum Thema Zwangskontrolle. Es zielt darauf ab, das Verständnis der Mechanismen der coercive control, ihrer Auswirkungen auf Kinder und die Familiendynamik sowie der Herausforderungen bei der Erkennung, dem Schutz und den professionellen und institutionellen Reaktionen zu vertiefen.
An diesem Tag kommen Expert*innen aus verschiedenen Bereichen zusammen, um den interdisziplinären Dialog zu fördern und die Praktiken zu stärken.
🎤 Referent*innen:
- Dre. Andreea Gruev Vintila, Docteure en psychologie sociale et maîtresse de conférence HDR, Université de Paris Nanterre, France
- Dr. med. Alessandra Duc Marwood, Psychiatre et psychothérapeute pour enfants, adolescents, couples et familles, Les Boréales, CHUV, Lausanne
- Prof. Daniel Schechter, Pédopsychiatre et chercheur, PAPILLON, CHUV, Lausanne
- May Beyli, Psychologue forensique, Forensic Assessment & Risk Management, PUK Zurich
- Me Loïc Parein, Avocat, spécialiste en droit pénal, Parein Avocats, Lausanne
- Ruedi Winet, Directeur de l’Association des présidences des APEA du canton de Zurich
🗣️ Sprachen: Französisch une Deutsch – Simultanübersetzung DE–FR
Dieses Symposium richtet sich an ein multidisziplinäres Fachpublikum:
Sozialarbeiterinnen, Fachleute aus dem Gesundheits- und Medizinbereich, Psycholog*innen, Jurist*innen, Rechtsanwält*innen, Richter*innen, Forscher*innen, Verantwortliche von Institutionen sowie alle Personen, die sich mit Kinderschutz und Familienunterstützung befassen.
Vollständiges Programm und Ameldung : https://www.kidstoo.ch/de/symposium/
✨ Cette année a été riche en projets ambitieux et en belles collaborations.
Merci à toutes et tous pour votre engagement à nos côtés.
Nous vous souhaitons de très belles fêtes de fin d’année et vous donnons rendez-vous le 5 janvier pour ouvrir ensemble un nouveau chapitre.
✨ Dieses Jahr war reich an ehrgeizigen Projekten und schönen Kooperationen.
Vielen Dank an alle für Ihr Engagement an unserer Seite.
Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage und freuen uns darauf, am 5. Januar gemeinsam ein neues Kapitel aufzuschlagen.
Consternation.
La motion Nantermod qui prévoit de sanctionner pénalement (jusqu’à 3 ans de prison) les parents qui ne présentent pas leur enfant à l’autre parent a été acceptée par le Conseil des Etats, contre l’avis du Conseil Fédéral et de sa commission.
Sous prétexte d’égalité parentale, cette motion passe sous silence la réalité des violences familiales et la primauté absolue du bien-être de l’enfant.
Cette réforme pose plusieurs problèmes :
- La justice civile ne cherche pas systématiquement à savoir s’il y a eu violence, ou elle n’en tient pas assez compte.
- Elle s’accroche à l’idée qu’un enfant doit voir ses deux parents, même quand la violence rend ce principe dangereux.
- Elle ne reconnaît pas que protéger un enfant implique aussi de protéger le parent victime.
- L’enfant est rarement entendu et encore plus rarement écouté.
- Et surtout, son bien-être devrait primer sur tout le reste. Or ce n’est pas ce que ce changement de loi permet.
Dans l’immense majorité des situations, le refus d’amener l’enfant chez le parent-visiteur n’est ni une vengeance ni un caprice.
C’est une décision prise pour protéger l’enfant, en observant son comportement, ses peurs, son évolution au jour le jour. Ce sont des signaux que seul un parent qui vit avec l’enfant peut percevoir.
Une non-présentation devrait être un signal d’alarme, pas un motif de criminalisation.
Elle devrait pousser l’autorité civile à reprendre le dossier depuis le début, à réévaluer calmement, sérieusement, dans le respect de la Convention d’Istanbul, et en écoutant l’enfant et les personnes qui le côtoient au quotidien (école, pédiatre, etc.).
👉 La protection de l’enfant aurait dû passer avant la protection des droits d’un parent.
La motion : https://www.parlament.ch/fr/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20193597
Notre réaction sur la RTS : https://www.rts.ch/play/tv/-/video/-?urn=urn:rts:video:2cc8815c-0e77-3763-8b47-900733b5f528

🎙 Besuchsrecht trotz Gewalt

Wir hatten das Vergnügen, in die Sendung Forum von RTS eingeladen zu werden, um die Ergebnisse der SUPSI–ZHAW-Studie vorzustellen, die die Stiftung KidsToo gerade veröffentlicht hat:
« Kinder als Mitbetroffene von Paargewalt: eine Analyse von Prozessen und Kosten im Kontext des Besuchs- und Sorgerechts »
In dem Interview erinnert Pascal Bovay, Präsident von KidsToo, an mehrere wichtige Feststellungen:
• Häusliche Gewalt wird im Rahmen von Zivilverfahren noch immer zu oft unsichtbar gemacht.
• Eine längst überholte Maxime beeinflusst weiterhin die Entscheidungen: „Es ist gut für ein Kind, Kontakt zu beiden Elternteilen zu haben”, selbst wenn ein Elternteil gewalttätig ist.
• Kinder werden selten oder zu spät angehört, und ihre Aussagen werden nicht ausreichend berücksichtigt.
• Das gemeinsame Sorgerecht und das Besuchsrecht können zu Instrumenten werden, die es dem Gewalttäter ermöglichen, weiterhin Gewalt auszuüben.
• Es ist unerlässlich, dass die Justiz bei Trennungen, von denen Kinder betroffen sind, systematisch nach möglichen Anzeichen von Gewalt sucht.
• Wenn Gewalt festgestellt wird, muss es möglich sein, das Sorgerecht auszusetzen oder anzupassen, um das betroffene Elternteil und das Kind wirklich zu schützen.
👉 Die Sendung hier noch einmal ansehen (mit Untertitel DE): https://www.srf.ch/news/dialog/paargewalt-in-familien-sorgerechtsentscheidung-kinder-als-mitbetroffene-zu-wenig-gehoert
👉 Weitere Informationen zur Studie: https://www.kidstoo.ch/de/projets-2/les-enfants-de-la-violence-domestique/
Ein großes Dankeschön an SRF für die Sensibilisierung.

Kinder im Schatten häuslicher Gewalt: Ein von KidsToo beauftragter Bericht deckt gravierende Schutzlücken auf
Die Stiftung KidsToo veröffentlicht heute einen neuen Bericht über die Belastung von Kindern durch Partnerschaftsgewalt.
👉 Durchgeführt von Ornella Larenza (SUPSI) in Zusammenarbeit mit Andreas Jud (ZHAW) analysiert die Studie 41 Fälle in vier Schweizer Kantonen. Das Fazit ist eindeutig:
- Gewalt wird häufig in den Hintergrund gedrängt und als blosser elterlicher Konflikt betrachtet.
- Die Kinder werden zu wenig angehört.
- Unterstützungsmaßnahmen kommen spät – wenn sie überhaupt kommen.
- Die Kosten der Verfahren spiegeln eher die administrative Komplexität wider als die Schwere der erlebten Gewalt.
🎯 Der Bericht enthält Empfehlungen: bessere Anhörung von Minderjährigen, interdisziplinäre Aus- und Weiterbildung, kantonale Harmonisierung, frühe Prävention und eine angemessene Finanzierung. All dies sind wesentliche Hebel, um die Schweizer Praxis mit den Verpflichtungen der Istanbul-Konvention in Einklang zu bringen.
📢 Die Veröffentlichung erfolgt während der 16 Tage des Aktivismus gegen geschlechtsbasierte Gewalt – ein entscheidender Moment, um unsere Praxis zu überdenken und den Schutz der Kinder zu stärken.
👉 Wir laden Sie ein, zu lesen:
Pressemitteilung: https://www.kidstoo.ch/app/uploads/SUPSI_Etude_202511_DE_CP.pdf
Executive Summary: https://www.kidstoo.ch/app/uploads/SUPSI_Etude_202511_DE_Executive.pdf
Die vollständige Fassung der Studie wird Anfang 2026 veröffentlicht.
📢 Art. 55a StGB: gedacht als Schutz – in der Realität wirkt er zum Nachteil der Opfer
Der Artikel 55a des Strafgesetzbuches, eingeführt und 2020 revidiert, sollte eigentlich den Schutz von Opfern häuslicher Gewalt stärken.
Doch wenn man die Mechanismen häuslicher Gewalt kennt, wird schnell klar: Dieser Artikel erzielt das Gegenteil. Er eröffnet Täter*innen Möglichkeiten, Verfahren ohne echte Konsequenzen zu verlassen – und das selbst nach der Reform von 2020.
Genau dies analysieren wir ausführlich in der KidsToo-Newsletter – November 2025, der letzten Ausgabe des Jahres.
👉 Inhalt dieser Ausgabe:
• Wie Art. 55a StGB die Realität häuslicher Gewalt leugnet
• Warum er die Zwangskontrolle vollständig ignoriert
• Weshalb seine Anwendung im Widerspruch zur Istanbul-Konvention steht – insbesondere im Hinblick auf Kinder als Mitopfer
• Eine klare Übersicht über die mit häuslicher Gewalt verbundenen Straftatbestände im StGB
• Die problematischen Folgen: illusorische Stabilisierung, erleichterte Einstellung von Verfahren, fehlende Berücksichtigung von Gewaltmustern
📄 Newsletter lesen: https://www.kidstoo.ch/app/uploads/K2NL_202511_DE.pdff
