🎤 Anpassung des Familienrechts zum Schutz der Opfer
Ruedi Winet, Jurist, Pflegefachmann Psychiatrie und ehemaliger Präsident einer KESB, ist heute Geschäftsführer der KESB-Präsidien-Vereinigung im Kanton Zürich. Durch seine zusätzliche fachliche Erfahrung in der Psychiatrie bringt er eine besondere Sensibilität für die Dynamiken psychischer Belastungen und komplexer Familiensysteme mit, was seine Sichtweise auf Fragen des Opferschutzes wesentlich prägt.
In seiner Präsentation wird er die Herausforderungen des Opferschutzes beleuchten, insbesondere die Angemessenheit von Schutzanordnungen im Hinblick auf coercive control, die Anerkennung und Berücksichtigung gefährdeter Kinder (elterliche Sorge, Aufrechterhaltung der Beziehung, Instrumentalisierung) und bestimmten Gerichtsentscheidungen, die die Opfer belasten können.
💡 Symposium KidsToo « Coercive control: Familiäre und rechtliche Aspektes »
📍 Hôtel Beaulac, Neuchâtel
🗓️ 10. Juni 2026
👉 Vollständiges Programm und Anmeldung hier : www.kidstoo.ch/de/symposium

Foto: Balz Murer
🎤 Gewalt erkennen und Familiendynamiken verstehen
Dre Duc Marwood arbeitet mit Familien, die mit innerfamiliären Gewaltsituationen konfrontiert sind. Ihre klinische Expertise ermöglicht es ihr, die oft unsichtbaren Mechanismen koerzitativer Kontrolle sowie deren Auswirkungen auf innerfamiliäre Beziehungen zu entschlüsseln. In ihrem Vortrag stellt sie Instrumente vor, um Anzeichen psychischer Gewalt besser zu erkennen und die zugrunde liegenden Macht- und Abhängigkeitsdynamiken zu verstehen.
💡 Symposium KidsToo « Coercive control: Familiäre und rechtliche Aspektes »
📍 Hôtel Beaulac, Neuchâtel
🗓️ 10. Juni 2026
👉 Vollständiges Programm und Anmeldung hier : www.kidstoo.ch/de/symposium

Foto: Patrick Martin
🎤 Coercive control aus strafrechtlicher Sicht: zwischen gesellschaftlicher Anerkennung und rechtliche Herausforderung
Parein gilt als eine maßgebliche Referenz im Bereich der Strafjustiz. In seinem Vortrag beleuchtet er den Wandel der rechtlichen Perspektive auf koerzitive Kontrolle – von ihrem gesellschaftlichen Sichtbarwerden bis hin zu ihrer Anerkennung im Strafrecht. Er thematisiert die Herausforderungen der juristischen Definition, die Schwierigkeiten der Beweisführung sowie die Zielsetzungen strafrechtlicher Sanktionen und hinterfragt dabei die Fähigkeit des Justizsystems, auf diese Formen von Gewalt angemessen zu reagieren.
💡 Symposium KidsToo « Coercive control: Familiäre und rechtliche Aspektes »
📍 Hôtel Beaulac, Neuchâtel
🗓️ 10. Juni 2026
👉 Vollständiges Programm und Anmeldung hier : www.kidstoo.ch/de/symposium

Foto: Sébastien Bovy
🎤 Psychische Entwicklungswege und Kontrollmechanismen bei Gewalttäter*innen
May Beyli unterstützt gemeinsam mit ihren ärztlichen und psychologischen Kolleg*innen die allgemeinpsychiatrischen Kliniken, polizeilichen Bedrohungsmanagement-Fachstellen und die Staatsanwaltschaften im Kanton Zürich im Umgang mit gewaltbereiten Personen. In ihrem Vortrag wird sie darauf eingehen, wie Coercive Control und häusliche Gewalt entstehen, sich über subtile Kontrollschritte verfestigen und welche inneren Überzeugungen und Beziehungsmuster Täter*innen antreiben. Der Vortrag soll auch aufzeigen, wie diese Dynamiken früh erkennbar werden und welche professionellen Ansätze in der Arbeit mit Täter*innen hilfreich sein können, um festgefahrene Kontroll- und Gewaltmuster zu durchbrechen.
💡 Symposium KidsToo « Coercive control: Familiäre und rechtliche Aspektes »
📍 Hôtel Beaulac, Neuchâtel
🗓️ 10. Juni 2026
👉 Vollständiges Programm und Anmeldung hier : www.kidstoo.ch/de/symposium

🎤 Impact de la transmission des traumatismes de la violence, Prof Daniel Schechter
Prof Schechter est un expert international des effets intergénérationnels du traumatisme, en particulier les violences intrafamiliales. À travers des exemples cliniques et des données de recherche, il explorera comment les expériences de violence vécues par les parents au sein du couple influencent le développement émotionnel et relationnel des enfants. Sa présentation explorera à la fois le lien entre le parent victime et l’enfant, et celui entre le parent violent et l’enfant, afin de mieux comprendre les dynamiques relationnelles et d’en tirer des pistes pour la prévention et l’intervention thérapeutique.
💡 Symposium KidsToo « Contrôle coercitif : Enjeux familiaux et juridiques »
📍 Hôtel Beaulac, Neuchâtel
🗓️ 10 juin 2026
👉 Programme complet et inscription ici : www.kidstoo.ch/symposium

Symposium « Coercive control: Familiäre und rechtliche Aspekte »
Die Stiftung KidsToo freut sich, ihr erstes Symposium zum Thema Coercive Control anzukündigen.
📅 10. Juni 2026
📍 Hôtel Beaulac, Neuchâtel
Dieses Symposium bietet einen multidisziplinären Ansatz zum Thema Zwangskontrolle. Es zielt darauf ab, das Verständnis der Mechanismen der coercive control, ihrer Auswirkungen auf Kinder und die Familiendynamik sowie der Herausforderungen bei der Erkennung, dem Schutz und den professionellen und institutionellen Reaktionen zu vertiefen.
An diesem Tag kommen Expert*innen aus verschiedenen Bereichen zusammen, um den interdisziplinären Dialog zu fördern und die Praktiken zu stärken.
🎤 Referent*innen:
- Dre. Andreea Gruev Vintila, Docteure en psychologie sociale et maîtresse de conférence HDR, Université de Paris Nanterre, France
- Dr. med. Alessandra Duc Marwood, Psychiatre et psychothérapeute pour enfants, adolescents, couples et familles, Les Boréales, CHUV, Lausanne
- Prof. Daniel Schechter, Pédopsychiatre et chercheur, PAPILLON, CHUV, Lausanne
- May Beyli, Psychologue forensique, Forensic Assessment & Risk Management, PUK Zurich
- Me Loïc Parein, Avocat, spécialiste en droit pénal, Parein Avocats, Lausanne
- Ruedi Winet, Directeur de l’Association des présidences des APEA du canton de Zurich
🗣️ Sprachen: Französisch une Deutsch – Simultanübersetzung DE–FR
Dieses Symposium richtet sich an ein multidisziplinäres Fachpublikum:
Sozialarbeiterinnen, Fachleute aus dem Gesundheits- und Medizinbereich, Psycholog*innen, Jurist*innen, Rechtsanwält*innen, Richter*innen, Forscher*innen, Verantwortliche von Institutionen sowie alle Personen, die sich mit Kinderschutz und Familienunterstützung befassen.
Vollständiges Programm und Ameldung : https://www.kidstoo.ch/de/symposium/
KidsToo nahm an dem vom Universitätsdienst für Kinder- und Jugendpsychiatrie (SUPEA) des CHUV organisierten Fachtag teil, der dem Thema gewidmet war:
👉 Die Auswirkungen häuslicher Gewalt auf das Kleinkind und die Elternschaft.
• 1 von 20 Kindern braucht im Laufe seines Lebens Schutz.
• Die Meldungen in der Altersgruppe 0–6 Jahre haben sich in den letzten Jahren verdoppelt.
• 30 % dieser Meldungen stehen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt.
Diese Zahlen erinnern daran, wie wichtig es ist, das Kleinkind und seine Eltern bereits bei den ersten Anzeichen von Verletzlichkeit zu unterstützen –
und vor allem anzuerkennen, dass das Kind ein eigenes traumatisches Erleben hat, das sich nicht auf die elterliche Erzählung reduzieren lässt.
🎭 Einer der Höhepunkte des Tages war die szenische Darstellung einer klinischen Situation:
die Betreuung eines dreijährigen Kindes im Kontext einer elterlichen Trennung nach häuslicher Gewalt.
Eine originelle Sequenz, die die Mentalisierung – die der Fachpersonen, der Eltern und des Kindes – veranschaulichte, um zu zeigen, wie jede*r die Emotionen der anderen verstehen und sich vorstellen kann.
🧠 Unsere wichtigsten Erkenntnisse:
• Das Trauma des jungen Kindes zeigt sich vor den Worten, im Körper und in der Beziehung.
• Eltern zu unterstützen heißt auch, das Kind zu heilen – Elternschaft ist ein therapeutischer Hebel.
• Die Kinderrechte, insbesondere das Kindeswohl und das Recht, gehört zu werden, müssen Kompass jeder Intervention sein.
• Das geteilte Erzählen und die therapeutische Allianz können das Trauma in eine Geschichte der Resilienz verwandeln.
💡 Besonderes Lob an die Organisation des Symposiums:
Zwischen den einzelnen Beiträgen sorgten kurze Zwischenspiele dafür, dass das Publikum sich emotional regulieren konnte – eine seltene und wertvolle Aufmerksamkeit in einem so belastenden Kontext.
Und nein – die kleinen Bonbonpäckchen waren nicht für Halloween 🎃 gedacht,
sondern weil Kauen hilft, im „Hier und Jetzt“ zu bleiben, wenn man spürt, dass ein Teil von einem in die Dissoziation abgleitet.
🙏 Danke an das CHUV und das SUPEA-Team für diesen Tag, der uns daran erinnert:
Frühes Handeln heißt nachhaltiger Schutz.ité.

Die Stiftung KidsToo freut sich, ihr erstes Symposium anzukündigen:
📌 Coercive Control: Familiäre und rechtliche Aspekte
📅 Mittwoch, 10. Juni 2026
📍 Hôtel Beau Lac, Neuchâtel
An diesem Tag kommen Expert·innen aus verschiedenen Disziplinen zusammen, um:
- die Dynamiken und Auswirkungen coerciver control besser zu verstehen,
- ihre rechtlichen und familiären Implikationen zu beleuchten,
- die Zusammenarbeit zwischen Fachleuten zu fördern.
🌍 Simultanübersetzung Französisch/Deutsch verfügbar.
👥 Zielgruppe: Fachleute aus Recht, Gesundheit und Sozialwesen, Organisationen, Studierende, Forschende, Betroffene und Angehörige.
ℹ️ Weitere Informationen folgen in Kürze.
👉 Merken Sie sich das Datum jetzt schon in Ihrem Kalender vor!

Neuchâtel, 17 juin 2025
KidsToo a participé au symposium bilingue (K)ein Fall wie jeder andere / Aucun cas comme les autres, consacré à la violence dans la relation parentale lors de séparations et de divorces.
👩⚖️👨👩👧 Les présentations ont abordé :
- la prise en compte de la violence dans les procédures familiales,
- l’impact de la digitalisation de la justice,
- la question de l’aliénation parentale,
- le soutien aux enfants et aux parents concernés.
📄 Les supports des présentations sont désormais disponibles en français et en allemand sur : https://www.hslu.ch/de-ch/soziale-arbeit/agenda/veranstaltungen/2025/06/17/schweizer-symposium-haeusliche-gewalt/?sourceurl=/symposiumhg
Ce symposium a aussi mis en lumière des différences cantonales marquées dans la prise en charge de ces situations, avec un constat préoccupant : le concept de « contrôle coercitif » reste largement absent, voire inconnu dans les discussions en Suisse alémanique. Un véritable Röstigraben persiste sur cette question pourtant cruciale pour comprendre la dynamique de la violence conjugale.
📣 KidsToo continuera de porter ce concept dans l’espace public et institutionnel, car reconnaître cette forme de violence est nécessaire pour protéger les victimes.

Le 5 juin à Lausanne, la Fondation KidsToo a participé à la Journée annuelle du Réseau vaudois contre la violence domestique, consacrée cette année à un thème crucial :
« Contrôle coercitif : enjeux et pratiques ».
Ce qui a résonné tout au long de la journée ?
L’importance de bien nommer.
- Il existe des degrés de gravité dans la violence conjugale.
- La résistance dissimulée des victimes (céder pour « avoir la paix ») n’est pas du consentement ni une marque de faiblesse.
- Il est important de valoriser la richesse dans les manières de faire face à la violence, plutôt que de juger le comportement des victimes.
- Une victime peut ne pas se plaindre car elle est déshumanisée : “un objet ne parle pas”.
- Les enfants ne doivent pas porter la responsabilité de leur propre protection : sacraliser leur parole peut devenir une forme de maltraitance.
- Les outils d’évaluation sont utiles mais doivent rester des repères, jamais des vérités absolues.
- La protection actuelle des victimes est insuffisante. Une infraction pénale autonome sur le contrôle coercitif peut être utile si elle est bien faite, mais n’est pas indispensable si les acteurs judiciaires sont bien formés.
🙏 Merci aux intervenant·es pour la richesse des échanges, à la fois constructifs et bienveillants.
« On ne répare pas un traumatisme. On apprivoise les troubles. » Hélène Romano
Programme complet de la journée à découvrir ici: programme