“Il faut protéger les enfants.”

„Kinder müssen geschützt werden.“

Das sagt jeder.

Doch wie schützt man ein Kind, wenn die Person, die es schützt, selbst terrorisiert wird und weiterhin Gewalt erfährt?

In der Schweiz sind die Zahlen eindeutig: Laut den PKS-Zahlen 2025 machen Frauen 84 % der Opfer «schwerer» häuslicher Gewalt aus.

Ein Kind muss nicht direkt Ziel der Gewalt sein, um Opfer zu sein.

Wenn der Täter die Mutter zerstört, greift er zugleich an:
den sicheren Zufluchtsort des Kindes,
seine emotionale Stabilität,
seine psychische Entwicklung,
seine zukünftige Fähigkeit, sich sicher zu fühlen.

Zu behaupten, man schütze Kinder, ohne ihren schützenden Elternteil zu schützen, bedeutet, die Dynamik häuslicher Gewalt zu ignorieren.

Es ist Zeit, aufzuhören, Partnerschaftsgewalt und Kinderschutz voneinander zu trennen.