Contrôle coercitif et enfants

[Coercive control | Zwangskontrolle und Kinder]

Kinder, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, sind nicht bloß mittelbare Zeug:innen. Sie sind eigenständige Opfer.

„Oft besteht die Vorstellung, dass ein Kind zwangsläufig sprechen wird, wenn alles dafür eingerichtet ist, ihm zuzuhören. Nichts könnte falscher sein.“

„Ein betroffenes Kind spricht nicht, weil es Worte waren, die es verletzt haben; Worte waren es, die sein Leben zerstört haben.“

„Die Worte eines betroffenen Kindes aufzunehmen bedeutet, das Kind zu unterstützen, gemeinsam mit ihm und für es ausreichend tragfähige Vertrauensbeziehungen aufzubauen und vor allem zu wissen, wie man ihm zuhört: durch seine Worte, seine Gesten, seine Haltungen und sein Schweigen.“

Jedes betroffene Kind braucht eine spezifische Begleitung, die auf seine eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist, seinem Tempo entspricht, Sicherheit vermittelt und von Fachpersonen getragen wird, die für diese Komplexität ausgebildet sind.

Das Buch „Repérage et prise en charge des enfants exposés au contrôle coercitif“ (in FR) (Erkennung und Begleitung von Kindern, die Zwangskontrolle ausgesetzt sind) stellt in diesem Zusammenhang eine wertvolle Ressource dar. Durch die herausragende Qualität seiner Mitwirkenden und den außergewöhnlichen Reichtum an Erfahrungsberichten liefert es wichtige Schlüssel, um besser zu verstehen, zu erkennen und zu begleiten.