🎈 20 novembre – Journée internationale des droits de l’enfant

Rappelons que chaque enfant a des droits: être entendu, être protégé, grandir dans la dignité, accéder aux soins, à l’éducation et à un environnement bienveillant.

La Suisse, en signant la Convention de l’ONU relative aux droits de l’enfant, s’est engagée à faire respecter ces droits.

📚 À cette occasion, nous mettons en lumière ce livre :

« Tes droits et tes besoins comptent » d’Édouard Durand

Ancien juge des enfants, co-président de la Commission indépendante sur l’inceste et les violences sexuelles faites aux enfants en France, Édouard Durand consacre sa carrière à la protection de l’enfance. Sa vocation : donner une voix aux enfants, reconnaître leur parole et renforcer la culture de la prévention et de la protection.

✨ Dans ce livre destiné aux enfants, il explique:

Die erste nationale Kampagne zur Prävention von häuslicher, sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt wurde lanciert – eine Initiative des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG).

Doch so wichtig dieser nationale Schritt auch ist, es muss klar gesagt werden:

👉 Zahlreiche Institutionen, NGOs, kantonale Stellen, Vereine und Fachpersonen haben nicht auf eine nationale Initiative gewartet, um zu handeln.

Seit Jahren leisten sie, oft im Hintergrund, eine beeindruckende Arbeit der Sensibilisierung, Prävention und Begleitung.

Dank ihres Engagements wurde das Schweigen gebrochen, Unterstützungsangebote wurden ausgebaut, Betroffene besser gehört und die Gesellschaft hat begonnen, sich zu verändern.

Heute baut diese nationale Kampagne auf diesem Engagement vor Ort auf.

Sie verleiht ihm Sichtbarkeit und Zusammenhalt auf nationaler Ebene.

Das ist eine kollektive Anerkennung all dessen, was in den letzten Jahren aufgebaut wurde.

https://www.ohne-gewalt.ch/

🚗 Via sicura hat Leben auf unseren Straßen gerettet.
🏠 Und was, wenn wir dieselbe Logik auf unsere Haushalte anwenden würden?

Die Schweiz hat bewiesen, dass sie ein komplexes Problem wie die Verkehrssicherheit in einen kollektiven Erfolg verwandeln kann.
Doch zu Hause nimmt die häusliche Gewalt weiter zu.

In seinem neuesten Newsletter untersucht KidsToo, wie man sich von Via sicura inspirieren lassen kann, um ein „Domum sicurum“ zu schaffen – einen Ort, an dem endlich jeder zu Hause sicher ist.

👉 Inhalt:
• Ist das eigene Zuhause in der Schweiz ein sicherer Ort?
• Via sicura – ein Erfolgsmodell in Prävention und Kontrolle
• Welche Maßnahmen sich auf ein „Domum sicurum“ übertragen lassen:
 o Verhinderung von Rückfällen und besserer Schutz der Opfer
 o Strikte Anwendung der bestehenden Regeln
 o Ahndung schwerer Delikte
 o Angepasste gerichtliche und soziale „Infrastrukturen“
 o Verbesserung der Statistik und der Fallnachverfolgung
KidsToo – what’s new?
 o SUPSI-Studie über Kinder, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind
 o Argumentarium gegen das geteilte Sorgerecht als Standardlösung
 o Neue Berichte zu Kinderschutz und häuslicher Gewalt (2009–2024)

📖 Hier lesen: https://www.kidstoo.ch/app/uploads/K2NL_202510_DE.pdf

KidsToo nahm an dem vom Universitätsdienst für Kinder- und Jugendpsychiatrie (SUPEA) des CHUV organisierten Fachtag teil, der dem Thema gewidmet war:
👉 Die Auswirkungen häuslicher Gewalt auf das Kleinkind und die Elternschaft.

• 1 von 20 Kindern braucht im Laufe seines Lebens Schutz.
• Die Meldungen in der Altersgruppe 0–6 Jahre haben sich in den letzten Jahren verdoppelt.
• 30 % dieser Meldungen stehen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt.

Diese Zahlen erinnern daran, wie wichtig es ist, das Kleinkind und seine Eltern bereits bei den ersten Anzeichen von Verletzlichkeit zu unterstützen
und vor allem anzuerkennen, dass das Kind ein eigenes traumatisches Erleben hat, das sich nicht auf die elterliche Erzählung reduzieren lässt.

🎭 Einer der Höhepunkte des Tages war die szenische Darstellung einer klinischen Situation:
die Betreuung eines dreijährigen Kindes im Kontext einer elterlichen Trennung nach häuslicher Gewalt.
Eine originelle Sequenz, die die Mentalisierung – die der Fachpersonen, der Eltern und des Kindes – veranschaulichte, um zu zeigen, wie jede*r die Emotionen der anderen verstehen und sich vorstellen kann.

🧠 Unsere wichtigsten Erkenntnisse:
• Das Trauma des jungen Kindes zeigt sich vor den Worten, im Körper und in der Beziehung.
Eltern zu unterstützen heißt auch, das Kind zu heilen – Elternschaft ist ein therapeutischer Hebel.
• Die Kinderrechte, insbesondere das Kindeswohl und das Recht, gehört zu werden, müssen Kompass jeder Intervention sein.
Das geteilte Erzählen und die therapeutische Allianz können das Trauma in eine Geschichte der Resilienz verwandeln.

💡 Besonderes Lob an die Organisation des Symposiums:
Zwischen den einzelnen Beiträgen sorgten kurze Zwischenspiele dafür, dass das Publikum sich emotional regulieren konnte – eine seltene und wertvolle Aufmerksamkeit in einem so belastenden Kontext.

Und nein – die kleinen Bonbonpäckchen waren nicht für Halloween 🎃 gedacht,
sondern weil Kauen hilft, im „Hier und Jetzt“ zu bleiben, wenn man spürt, dass ein Teil von einem in die Dissoziation abgleitet.

🙏 Danke an das CHUV und das SUPEA-Team für diesen Tag, der uns daran erinnert:
Frühes Handeln heißt nachhaltiger Schutz.ité.

🌟 Gute Nachrichten für Kinder und Überlebende häuslicher Gewalt 🌟
Ein historischer Wendepunkt im Familienrecht im Vereinigten Königreich:
Die Regierung hat angekündigt, dass der automatische Kontakt zu beiden Elternteilen in den Familiengerichten von England und Wales nicht mehr als im besten Interesse des Kindes betrachtet wird.

🔹 Künftig müssen die Richter:innen von Fall zu Fall entscheiden und dabei die Sicherheit und das Wohl des Kindes über alles stellen.
🔹 Diese Reform beendet eine sogenannte „pro-Kontakt“-Rechtspraxis, die Kinder zu oft Gewalt- oder Zwangskontrollsituationen ausgesetzt hat.
🔹 Aktivist:innen, Anwält*innen und Organisationen sprechen von einer Veränderung, die „Leben retten wird“ und das Kind und seine Stimme wieder ins Zentrum der Entscheidungen rückt.

Ein Sieg, getragen von jahrelangem Engagement.
👉 Ein entscheidender Schritt hin zu einer Familiengerichtsbarkeit, die vor allem schützt.
Ein Beispiel, dem auch andere Länder folgen sollten. Ein Thema zum Nachdenken für die Schweiz, die erwägt, das Wechselmodell zum Standard zu machen.

Guardian article: https://www.theguardian.com/uk-news/2025/oct/21/family-law-shift-hailed-as-victory-for-children-facing-domestic-abuse?CMP=fb_gu&utm_medium=Social_img&utm_source=Facebook&fbclid=IwdGRzaANloXhjbGNrA2WhTGV4dG4DYWVtAjExAAEeewSU76pRXd6DRTGylMJ4qUn0aw3nf4H_84MHRZG6qjJuyOjp2-cmLkhel8I_aem_LBaHvCqITryhU4VwmqtNZw&sfnsn=wa#Echobox=1761120808

💬 Zahl des Tages #3
2 Milliarden CHF – so hoch sind die geschätzten indirekten jährlichen Kosten häuslicher Gewalt in der Schweiz.

Hinter diesen Zahlen steht mehr als nur eine wirtschaftliche Dimension: Sie zeigen das Ausmaß eines menschlichen, sozialen und wirtschaftlichen Problems, das uns alle betrifft.
Häusliche Gewalt betrifft nicht nur die Opfer, sondern die gesamte Gesellschaft.

👉 Es ist Zeit für ein starkes politisches Engagement:
In Prävention, Schutz und Unterstützung der Betroffenen zu investieren bedeutet, eine sicherere Zukunft zu schaffen – und diese Kosten langfristig zu senken.

Résumé

Nos pères, nos frères, nos amis est une enquête immersive, un livre essentiel pour comprendre un point aveugle de notre société

” La petite graine de la violence, elle pousse, elle pousse, et je pense que cette graine est en moi depuis longtemps, elle fait partie de mon bagage, de ce que m’ont transmis mes parents. La violence surgit comme un instinct animal, et vous murmure à l’oreille : “C’est la faute de l’autre.’ “
Pendant quatre ans, le journaliste Mathieu Palain s’est rendu dans des groupes de parole, dans une Maison des femmes, à des auditions judiciaires. Il a eu accès à des histoires et des témoignages d’une rare puissance.

L’auteur

Reporter pour la radio et la presse écrite, Mathieu Palain est aussi l’auteur à l’Iconoclaste de deux romans, Sale Gosse et Ne t’arrête pas de courir, prix Interallié, Grand Prix des lectrices de Elle, prix du roman des étudiants France Culture-Télérama.

💜 Danke. Jede Stimme zählt, jedes Engagement stärkt das Kollektiv. 
KidsToo hat der Rechtskommission sein Argumentationspapier gegen den Gesetzesentwurf zur alternierenden Obhut übergeben, um auf die erheblichen Risiken dieses Modells in Fällen häuslicher Gewalt aufmerksam zu machen. 

Wir möchten allen Institutionen herzlich danken, die sich entschieden haben, dieses Papier mitzuunterzeichnen 🙏 
Ebenso möchten wir unsere tiefe Dankbarkeit gegenüber den Menschen ausdrücken, die den Mut hatten, ihre Erfahrungen zu teilen. 

Denn jede Institution bringt ihre Expertise und Sensibilität ein, gemeinsam bilden wir eine kollektive Kraft im Dienst der Kinder, die von Gewalt betroffen sind. 

📄 Zum Argumentationspapier: https://www.kidstoo.ch/projets-2/arg-contre-projet-ga/ 

📰 Zum Interview mit unserem Präsidenten: https://www.24heures.ch/violences-domestiques-la-catastrophe-de-la-garde-alternee-713602703401 

La violence domestique n’est pas un phénomène rare.

Elle se produit bien plus souvent qu’on ne l’imagine. Parfois tout près de nous : dans notre entourage, nos cercles proches et notre milieu professionnel.

Ces situations ne sont pas invisibles faute d’occurrence, mais parce qu’elles se déroulent derrière des portes closes.

Il est temps de créer un environnement sûr :

Notre président et fondateur, Pascal Bovay, a été interviewé par Catherine Cochard dans 24heures au sujet du projet de loi sur la garde alternée.

📜 Ce que prévoit le projet de loi :

– Les juges devraient examiner d’office la possibilité d’une garde alternée.

– Dans la variante la plus poussée, la garde alternée deviendrait la norme par défaut, même si aucun parent ne la demande.

❌ Pourquoi ce projet est problématique :

 – Il reste silencieux sur la non prise en compte des violences domestiques, pourtant plus de 27’000 enfants y sont exposés chaque année en Suisse.

– Il met directement en danger les enfants, en imposant un contact régulier avec un parent violent.

– Cela entretient le mythe qu’un parent violent peut être un “bon parent”, ce qui est faux tant que la violence n’est pas reconnue et prise en charge.

– Cela déplace le fardeau de la preuve sur le parent victime, alors que les violences psychologiques ou le contrôle coercitif sont souvent très difficiles à démontrer.

➡️ KidsToo demande le rejet de ce projet de loi et propose l’introduction d’un article 307a rédigé par Droz-Sauthier et al. au Code civil pour que la recherche de violence domestique et qu’une mise en place de mesures de protection adéquates deviennent systématiques.

🤝 Nous appelons les institutions à co-signer notre argumentaire d’ici au 10 octobre.

🙏 Merci aux institutions qui ont déjà co-signé:

🔹️Article 24heures : https://www.24heures.ch/violences-domestiques-la-catastrophe-de-la-garde-alternee-713602703401

🔹️Argumentaire à co-signer ici : https://www.kidstoo.ch/projets-2/arg-contre-projet-ga/