🎤 Coercive control aus strafrechtlicher Sicht: zwischen gesellschaftlicher Anerkennung und rechtliche Herausforderung
Parein gilt als eine maßgebliche Referenz im Bereich der Strafjustiz. In seinem Vortrag beleuchtet er den Wandel der rechtlichen Perspektive auf koerzitive Kontrolle – von ihrem gesellschaftlichen Sichtbarwerden bis hin zu ihrer Anerkennung im Strafrecht. Er thematisiert die Herausforderungen der juristischen Definition, die Schwierigkeiten der Beweisführung sowie die Zielsetzungen strafrechtlicher Sanktionen und hinterfragt dabei die Fähigkeit des Justizsystems, auf diese Formen von Gewalt angemessen zu reagieren.
💡 Symposium KidsToo « Coercive control: Familiäre und rechtliche Aspektes »
📍 Hôtel Beaulac, Neuchâtel
🗓️ 10. Juni 2026
👉 Vollständiges Programm und Anmeldung hier : www.kidstoo.ch/de/symposium

Foto: Sébastien Bovy
📬 Newsletter février 2026 – “Paroles, paroles…”
La chanson de Dalida avec Alain Delon dénonçait l’écart entre les promesses et la réalité.
En 2026, face à la mise en œuvre de la Convention d’Istanbul pour protéger les enfants exposés à la violence domestique, le sentiment est le même :
Des déclarations.
Des engagements.
Des rapports.
Des standards.
Mais pour les enfants exposés à la violence dans le couple parental ?
Trop souvent, des paroles.
Dans cette nouvelle newsletter, nous analysons notamment :
🔎 Le postulat de Jessica Jaccoud demandant la mise en œuvre effective de l’art. 31 de la Convention d’Istanbul
📄 Les rapports d’expert·e·s successifs restés sans suite concrète
⚖️ Les enjeux du débat parlementaire à venir
📚 Notre étude basée sur des cas réels, montrant que la violence est encore trop souvent minimisée dans les décisions de garde et de droit de visite
👉 À lire ici : https://www.kidstoo.ch/app/uploads/K2NL_202602_FR.pdf
Version DE : https://www.kidstoo.ch/app/uploads/K2NL_202602_DE.pdf

🎤 Psychische Entwicklungswege und Kontrollmechanismen bei Gewalttäter*innen
May Beyli unterstützt gemeinsam mit ihren ärztlichen und psychologischen Kolleg*innen die allgemeinpsychiatrischen Kliniken, polizeilichen Bedrohungsmanagement-Fachstellen und die Staatsanwaltschaften im Kanton Zürich im Umgang mit gewaltbereiten Personen. In ihrem Vortrag wird sie darauf eingehen, wie Coercive Control und häusliche Gewalt entstehen, sich über subtile Kontrollschritte verfestigen und welche inneren Überzeugungen und Beziehungsmuster Täter*innen antreiben. Der Vortrag soll auch aufzeigen, wie diese Dynamiken früh erkennbar werden und welche professionellen Ansätze in der Arbeit mit Täter*innen hilfreich sein können, um festgefahrene Kontroll- und Gewaltmuster zu durchbrechen.
💡 Symposium KidsToo « Coercive control: Familiäre und rechtliche Aspektes »
📍 Hôtel Beaulac, Neuchâtel
🗓️ 10. Juni 2026
👉 Vollständiges Programm und Anmeldung hier : www.kidstoo.ch/de/symposium

🎤 Impact de la transmission des traumatismes de la violence, Prof Daniel Schechter
Prof Schechter est un expert international des effets intergénérationnels du traumatisme, en particulier les violences intrafamiliales. À travers des exemples cliniques et des données de recherche, il explorera comment les expériences de violence vécues par les parents au sein du couple influencent le développement émotionnel et relationnel des enfants. Sa présentation explorera à la fois le lien entre le parent victime et l’enfant, et celui entre le parent violent et l’enfant, afin de mieux comprendre les dynamiques relationnelles et d’en tirer des pistes pour la prévention et l’intervention thérapeutique.
💡 Symposium KidsToo « Contrôle coercitif : Enjeux familiaux et juridiques »
📍 Hôtel Beaulac, Neuchâtel
🗓️ 10 juin 2026
👉 Programme complet et inscription ici : www.kidstoo.ch/symposium

Häusliche Gewalt und Art. 55a StGB
In der Schweiz sind die Zahlen erschütternd: Im Jahr 2024 wurden 21’127 Straftaten im Bereich der häuslichen Gewalt registriert – ein Anstieg von 6,1 % innerhalb eines Jahres. Noch tragischer ist, dass im Durchschnitt alle zwei Wochen eine Frau durch die Gewalt ihres Partners ums Leben kommt.
Im Zentrum dieser Problematik steht Artikel 55a StGB, ein rechtliches Instrument mit doppelter Wirkung: Er ermöglicht die Sistierung des Strafverfahrens auf Antrag des Opfers, sofern dies geeignet ist, seine Situation zu «stabilisieren».
Das Dilemma:
• Schutz oder Straflosigkeit? Zwischen 53 % und 92 % der Verfahren enden nach einer Sistierung mit einer definitiven Einstellung.
• Der Schatten der Abhängigkeit: Wie kann sichergestellt werden, dass das Opfer die Sistierung freiwillig beantragt – ohne psychischen oder wirtschaftlichen Druck?
• Kantonale Ungleichheiten: Mangels strenger bundesrechtlicher Kriterien kann der Schutz eines Opfers davon abhängen, ob es sich in Bern oder in Lausanne befindet.
Die Sistierung des Verfahrens darf nicht zu einem «Rückzugsweg» der Justiz werden, sondern muss ein echtes Instrument zur Gewährleistung der Sicherheit sein.
Entdecken Sie in diesem Karussell die zentralen Fragen rund um Art. 55a StGB sowie Ansätze zur Stärkung des Opferschutzes in der Schweiz – basierend auf der Masterarbeit von Gioia Summerer, betreut von Prof. Camille Perrier Depeursinge.
SUMMERER Gioia, Les obstacles procéduraux à la poursuite des violences conjugales sous l’angle de l’art. 55a CP, Mémoire de master (dir. Prof. Camille Perrier Depeursinge), Université de Lausanne, École de droit, Faculté de droit, des sciences criminelles et d’administration publique, Lausanne, 1er décembre 2025
Hier lesen (auf Französisch): https://www.kidstoo.ch/app/uploads/Memoire_Gioia-Summerer.pdf
🛑 Bei häuslicher Gewalt bei den Tätern ansetzen
Häusliche Gewalt ist nicht die Verantwortung der Opfer.
Viel zu oft lastet Prävention implizit auf ihren Schultern:
gehen, sich schützen, melden, sich anpassen.
Eine aktuelle Schweizer Studie zeigt jedoch etwas anderes:
👉 Täter zur Verantwortung zu ziehen wirkt.
Ein strukturiertes Interventionsprogramm senkt die Rückfallquote deutlich
(6 % statt 22 %).
📌 Kernbotschaft:
Um Gewalt nachhaltig zu verhindern, müssen wir den Fokus verschieben.
➡️ Die Last von den Schultern der Opfer nehmen.
➡️ Von den Tätern verlangen, Verantwortung zu übernehmen und ihr Verhalten zu verändern.
Die Arbeit mit Tätern stärkt den Schutz der Opfer unmittelbar.
Studie (auf Englisch) lesen: https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/08862605251357852
« Ce n’était encore qu’un bébé, il ne se souvient pas et n’aurait pas pu comprendre. »
On peut entendre ce genre de phrase dans le contexte de violences domestiques.
🚫 Stop aux idées reçues :
On pense souvent qu’un bébé ne peut pas être traumatisé puisqu’il n’a pas la mémoire pour s’en souvenir. Pourtant, les études récentes montrent que le cerveau, le corps et même le patrimoine génétique des nourrissons peuvent garder la trace d’expériences traumatiques, parfois dès la vie intra-utérine.
🎧 Dans le podcast CQFD (RTS), Evelyne Josse, psychologue et psychotraumatologue, explique comment un traumatisme peut s’installer avant même que l’enfant ait des souvenirs.
Le traumatisme précoce n’est pas un souvenir ordinaire, c’est une expérience active qui n’a pas pu être transformée en passé
🌱 La note positive :
La guérison est possible. Le dépassement du traumatisme peut impliquer de refaire un lien, d’accepter et de comprendre les événements passés.
Ecouter le podcast ici : https://www.rts.ch/audio-podcast/2025/audio/traumas-precoces-quand-le-corps-se-souvient-avant-la-memoire-29050917.html

On parle souvent de détection et de signalement, plus rarement des conditions nécessaires pour que cela fonctionne réellement.
Les chiffres du jour montrent que peu de professionnel·le·s en contact avec les enfants sont informé·e·s des situations de violence vécues dans les familles.
Encore faut-il donner aux professionnel·le·s les moyens d’agir :
🧩 Des espaces de coordination entre santé, éducation et social pour partager les informations essentielles.
📚 Des formations régulières sur les signes de violence et les dispositifs d’accompagnement.
⏰ Du temps dédié à la concertation et au suivi, souvent difficile à dégager.
La détection précoce et la coordination entre les acteurs restent des leviers essentiels pour protéger les plus vulnérables.
📬 KidsToo-Newsletter – Januar 2026
Zu Beginn des neuen Jahres lädt er dazu ein, einen Schritt zurückzutreten und die Tradition der guten Vorsätze zu hinterfragen. Was bedeuten sie wirklich, wenn es darum geht, häusliche Gewalt zu bekämpfen und Kinder sowie Opfer-Überlebende nachhaltig zu schützen?
👉 Inhaltlich geht es unter anderem um:
• Januar, die Zeit der guten Vorsätze
• Und nun… ? KidsToo… ?
• Kater und übermäßiges Essen 2025
• Die Vorsätze für 2026
📖 Hier lesen: https://www.kidstoo.ch/app/uploads/K2NL_202601_DE.pdf
Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre und danken Ihnen bereits im Voraus für Ihr Feedback, Ihre Anmerkungen und das Teilen dieser Inhalte.
Der Jahresbericht 2025 ist veröffentlicht!

Der Jahresbericht der KidsToo Stiftung blickt auf ein Jahr voller Engagement, konkreter Maßnahmen und Wirkung im Einsatz für Opfer-Überlebende von häuslicher Gewalt, Kinder und Erwachsene.
Der Bericht beleuchtet:
✔️ unsere Mission und Vision
✔️ die unterstützten Projekte
✔️ die Fortschritte, die dank unserer Partner:innen erreicht wurden
Ein herzliches Dankeschön an alle, die sich täglich für das Vorankommen unserer Mission einsetzen.
👉 Den Bericht finden Sie hier: https://www.kidstoo.ch/app/uploads/KidsToo-Rapport-dactivite-Annuel-2025-DE-1.pdf