This textbook is both timely and significant when considering the continued significant rates of domestic violence both globally and domestically. The social, economic, and psychological costs of domestic violence are staggering. As a victimologist, domestic violence researcher, presenter, and moderator on this violence, as well as a survivor of serious physical, emotional, and financial relationship abuse, Laura Elizabeth combines her academic expertise with her personal experiences to illuminate the intricacies of this type of violence. From basic definitions and types of domestic violence to laws, services, and intervention strategies, this textbook guides students through the reality of domestic violence so they can objectively assess how far we have come and how far we have to go. Combining objective and scholarly research on domestic violence to date, with personal stories of survivors, high-profile cases, and case studies, this textbook will be of interest to a number of disciplines from criminology and criminal justice to sociology and gender studies.
https://www.payot.ch/Detail/9781538198957
Symposium « Coercive control: Familiäre und rechtliche Aspekte »
Die Stiftung KidsToo freut sich, ihr erstes Symposium zum Thema Coercive Control anzukündigen.
📅 10. Juni 2026
📍 Hôtel Beaulac, Neuchâtel
Dieses Symposium bietet einen multidisziplinären Ansatz zum Thema Zwangskontrolle. Es zielt darauf ab, das Verständnis der Mechanismen der coercive control, ihrer Auswirkungen auf Kinder und die Familiendynamik sowie der Herausforderungen bei der Erkennung, dem Schutz und den professionellen und institutionellen Reaktionen zu vertiefen.
An diesem Tag kommen Expert*innen aus verschiedenen Bereichen zusammen, um den interdisziplinären Dialog zu fördern und die Praktiken zu stärken.
🎤 Referent*innen:
- Dre. Andreea Gruev Vintila, Docteure en psychologie sociale et maîtresse de conférence HDR, Université de Paris Nanterre, France
- Dr. med. Alessandra Duc Marwood, Psychiatre et psychothérapeute pour enfants, adolescents, couples et familles, Les Boréales, CHUV, Lausanne
- Prof. Daniel Schechter, Pédopsychiatre et chercheur, PAPILLON, CHUV, Lausanne
- May Beyli, Psychologue forensique, Forensic Assessment & Risk Management, PUK Zurich
- Me Loïc Parein, Avocat, spécialiste en droit pénal, Parein Avocats, Lausanne
- Ruedi Winet, Directeur de l’Association des présidences des APEA du canton de Zurich
🗣️ Sprachen: Französisch une Deutsch – Simultanübersetzung DE–FR
Dieses Symposium richtet sich an ein multidisziplinäres Fachpublikum:
Sozialarbeiterinnen, Fachleute aus dem Gesundheits- und Medizinbereich, Psycholog*innen, Jurist*innen, Rechtsanwält*innen, Richter*innen, Forscher*innen, Verantwortliche von Institutionen sowie alle Personen, die sich mit Kinderschutz und Familienunterstützung befassen.
Vollständiges Programm und Ameldung : https://www.kidstoo.ch/de/symposium/
✨ Cette année a été riche en projets ambitieux et en belles collaborations.
Merci à toutes et tous pour votre engagement à nos côtés.
Nous vous souhaitons de très belles fêtes de fin d’année et vous donnons rendez-vous le 5 janvier pour ouvrir ensemble un nouveau chapitre.
✨ Dieses Jahr war reich an ehrgeizigen Projekten und schönen Kooperationen.
Vielen Dank an alle für Ihr Engagement an unserer Seite.
Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage und freuen uns darauf, am 5. Januar gemeinsam ein neues Kapitel aufzuschlagen.
Consternation.
La motion Nantermod qui prévoit de sanctionner pénalement (jusqu’à 3 ans de prison) les parents qui ne présentent pas leur enfant à l’autre parent a été acceptée par le Conseil des Etats, contre l’avis du Conseil Fédéral et de sa commission.
Sous prétexte d’égalité parentale, cette motion passe sous silence la réalité des violences familiales et la primauté absolue du bien-être de l’enfant.
Cette réforme pose plusieurs problèmes :
- La justice civile ne cherche pas systématiquement à savoir s’il y a eu violence, ou elle n’en tient pas assez compte.
- Elle s’accroche à l’idée qu’un enfant doit voir ses deux parents, même quand la violence rend ce principe dangereux.
- Elle ne reconnaît pas que protéger un enfant implique aussi de protéger le parent victime.
- L’enfant est rarement entendu et encore plus rarement écouté.
- Et surtout, son bien-être devrait primer sur tout le reste. Or ce n’est pas ce que ce changement de loi permet.
Dans l’immense majorité des situations, le refus d’amener l’enfant chez le parent-visiteur n’est ni une vengeance ni un caprice.
C’est une décision prise pour protéger l’enfant, en observant son comportement, ses peurs, son évolution au jour le jour. Ce sont des signaux que seul un parent qui vit avec l’enfant peut percevoir.
Une non-présentation devrait être un signal d’alarme, pas un motif de criminalisation.
Elle devrait pousser l’autorité civile à reprendre le dossier depuis le début, à réévaluer calmement, sérieusement, dans le respect de la Convention d’Istanbul, et en écoutant l’enfant et les personnes qui le côtoient au quotidien (école, pédiatre, etc.).
👉 La protection de l’enfant aurait dû passer avant la protection des droits d’un parent.
La motion : https://www.parlament.ch/fr/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20193597
Notre réaction sur la RTS : https://www.rts.ch/play/tv/-/video/-?urn=urn:rts:video:2cc8815c-0e77-3763-8b47-900733b5f528

🎙 Besuchsrecht trotz Gewalt

Wir hatten das Vergnügen, in die Sendung Forum von RTS eingeladen zu werden, um die Ergebnisse der SUPSI–ZHAW-Studie vorzustellen, die die Stiftung KidsToo gerade veröffentlicht hat:
« Kinder als Mitbetroffene von Paargewalt: eine Analyse von Prozessen und Kosten im Kontext des Besuchs- und Sorgerechts »
In dem Interview erinnert Pascal Bovay, Präsident von KidsToo, an mehrere wichtige Feststellungen:
• Häusliche Gewalt wird im Rahmen von Zivilverfahren noch immer zu oft unsichtbar gemacht.
• Eine längst überholte Maxime beeinflusst weiterhin die Entscheidungen: „Es ist gut für ein Kind, Kontakt zu beiden Elternteilen zu haben”, selbst wenn ein Elternteil gewalttätig ist.
• Kinder werden selten oder zu spät angehört, und ihre Aussagen werden nicht ausreichend berücksichtigt.
• Das gemeinsame Sorgerecht und das Besuchsrecht können zu Instrumenten werden, die es dem Gewalttäter ermöglichen, weiterhin Gewalt auszuüben.
• Es ist unerlässlich, dass die Justiz bei Trennungen, von denen Kinder betroffen sind, systematisch nach möglichen Anzeichen von Gewalt sucht.
• Wenn Gewalt festgestellt wird, muss es möglich sein, das Sorgerecht auszusetzen oder anzupassen, um das betroffene Elternteil und das Kind wirklich zu schützen.
👉 Die Sendung hier noch einmal ansehen (mit Untertitel DE): https://www.srf.ch/news/dialog/paargewalt-in-familien-sorgerechtsentscheidung-kinder-als-mitbetroffene-zu-wenig-gehoert
👉 Weitere Informationen zur Studie: https://www.kidstoo.ch/de/projets-2/les-enfants-de-la-violence-domestique/
Ein großes Dankeschön an SRF für die Sensibilisierung.

Kinder im Schatten häuslicher Gewalt: Ein von KidsToo beauftragter Bericht deckt gravierende Schutzlücken auf
Die Stiftung KidsToo veröffentlicht heute einen neuen Bericht über die Belastung von Kindern durch Partnerschaftsgewalt.
👉 Durchgeführt von Ornella Larenza (SUPSI) in Zusammenarbeit mit Andreas Jud (ZHAW) analysiert die Studie 41 Fälle in vier Schweizer Kantonen. Das Fazit ist eindeutig:
- Gewalt wird häufig in den Hintergrund gedrängt und als blosser elterlicher Konflikt betrachtet.
- Die Kinder werden zu wenig angehört.
- Unterstützungsmaßnahmen kommen spät – wenn sie überhaupt kommen.
- Die Kosten der Verfahren spiegeln eher die administrative Komplexität wider als die Schwere der erlebten Gewalt.
🎯 Der Bericht enthält Empfehlungen: bessere Anhörung von Minderjährigen, interdisziplinäre Aus- und Weiterbildung, kantonale Harmonisierung, frühe Prävention und eine angemessene Finanzierung. All dies sind wesentliche Hebel, um die Schweizer Praxis mit den Verpflichtungen der Istanbul-Konvention in Einklang zu bringen.
📢 Die Veröffentlichung erfolgt während der 16 Tage des Aktivismus gegen geschlechtsbasierte Gewalt – ein entscheidender Moment, um unsere Praxis zu überdenken und den Schutz der Kinder zu stärken.
👉 Wir laden Sie ein, zu lesen:
Pressemitteilung: https://www.kidstoo.ch/app/uploads/SUPSI_Etude_202511_DE_CP.pdf
Executive Summary: https://www.kidstoo.ch/app/uploads/SUPSI_Etude_202511_DE_Executive.pdf
Die vollständige Fassung der Studie wird Anfang 2026 veröffentlicht.
📢 Art. 55a StGB: gedacht als Schutz – in der Realität wirkt er zum Nachteil der Opfer
Der Artikel 55a des Strafgesetzbuches, eingeführt und 2020 revidiert, sollte eigentlich den Schutz von Opfern häuslicher Gewalt stärken.
Doch wenn man die Mechanismen häuslicher Gewalt kennt, wird schnell klar: Dieser Artikel erzielt das Gegenteil. Er eröffnet Täter*innen Möglichkeiten, Verfahren ohne echte Konsequenzen zu verlassen – und das selbst nach der Reform von 2020.
Genau dies analysieren wir ausführlich in der KidsToo-Newsletter – November 2025, der letzten Ausgabe des Jahres.
👉 Inhalt dieser Ausgabe:
• Wie Art. 55a StGB die Realität häuslicher Gewalt leugnet
• Warum er die Zwangskontrolle vollständig ignoriert
• Weshalb seine Anwendung im Widerspruch zur Istanbul-Konvention steht – insbesondere im Hinblick auf Kinder als Mitopfer
• Eine klare Übersicht über die mit häuslicher Gewalt verbundenen Straftatbestände im StGB
• Die problematischen Folgen: illusorische Stabilisierung, erleichterte Einstellung von Verfahren, fehlende Berücksichtigung von Gewaltmustern
📄 Newsletter lesen: https://www.kidstoo.ch/app/uploads/K2NL_202511_DE.pdff

Dieses Jahr haben in der Schweiz viel zu viele Frauen ihr Leben verloren – durch die Gewalt von Menschen, die vorgaben, sie zu lieben.
Im Laufe der Monate folgten die Meldungen Schlag auf Schlag. Sie rissen über unsere Bildschirme wie Splitter brutaler Realität. Unterbrochene Leben. Zerbrochene Familien.
Nach und nach hat sich etwas verändert. Aus „Eifersuchtsdramen“ wurden „Femizide“. Aus einzelnen tragischen Fällen wurde ein echtes gesellschaftliches Thema.
Und die Behörden konnten nicht länger wegschauen – sie kündigten Massnahmen an und stellten endlich finanzielle Mittel bereit.
Tragisch bleibt, dass es erst eine Rekordzahl an Femiziden brauchte, damit sich etwas bewegt.
Und doch hat sich inmitten dieser düsteren Realität eine kollektive Kraft formiert. Vor Ort ist das Engagement stärker denn je, die Zusammenarbeit wächst, die Anstrengungen werden abgestimmt.
Heute, am 25. November, möchten wir Folgendes sagen:
An alle Betroffenen,
an all jene, die noch zögern, den ersten Schritt zu machen,
an die, die Angst haben oder keinen Ausweg mehr sehen,
an ihre Angehörigen, die sich oft machtlos fühlen.
Gebt die Hoffnung nicht auf.
Ihr seid nicht allein. Fachpersonen, Organisationen und zahlreiche Verbündete setzen sich jeden Tag dafür ein, dass diese Gewalt zurückgeht – damit Sicherheit ein echtes Recht wird und kein abstraktes Versprechen bleibt.
Der Weg ist noch lang, aber er führt vorwärts. Gemeinsam.

🎈 20 novembre – Journée internationale des droits de l’enfant
Rappelons que chaque enfant a des droits: être entendu, être protégé, grandir dans la dignité, accéder aux soins, à l’éducation et à un environnement bienveillant.
La Suisse, en signant la Convention de l’ONU relative aux droits de l’enfant, s’est engagée à faire respecter ces droits.
📚 À cette occasion, nous mettons en lumière ce livre :
« Tes droits et tes besoins comptent » d’Édouard Durand
Ancien juge des enfants, co-président de la Commission indépendante sur l’inceste et les violences sexuelles faites aux enfants en France, Édouard Durand consacre sa carrière à la protection de l’enfance. Sa vocation : donner une voix aux enfants, reconnaître leur parole et renforcer la culture de la prévention et de la protection.
✨ Dans ce livre destiné aux enfants, il explique:
- quels sont leurs droits fondamentaux ;
- pourquoi leurs émotions ont de la valeur ;
- comment reconnaître des situations qui ne respectent pas leurs besoins ;
- à qui se confier lorsqu’ils se sentent en insécurité ;
- que chaque enfant mérite le respect, l’écoute et la protection.
Die erste nationale Kampagne zur Prävention von häuslicher, sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt wurde lanciert – eine Initiative des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG).
Doch so wichtig dieser nationale Schritt auch ist, es muss klar gesagt werden:
👉 Zahlreiche Institutionen, NGOs, kantonale Stellen, Vereine und Fachpersonen haben nicht auf eine nationale Initiative gewartet, um zu handeln.
Seit Jahren leisten sie, oft im Hintergrund, eine beeindruckende Arbeit der Sensibilisierung, Prävention und Begleitung.
Dank ihres Engagements wurde das Schweigen gebrochen, Unterstützungsangebote wurden ausgebaut, Betroffene besser gehört und die Gesellschaft hat begonnen, sich zu verändern.
Heute baut diese nationale Kampagne auf diesem Engagement vor Ort auf.
Sie verleiht ihm Sichtbarkeit und Zusammenhalt auf nationaler Ebene.
Das ist eine kollektive Anerkennung all dessen, was in den letzten Jahren aufgebaut wurde.
