journée d’étude « Focus sur le droit de la famille : la violence domestique dans le contexte des procédures de droit de la famille »
Rückblick auf die Fachtagung «Fokus Familienrecht: Häusliche Gewalt im Kontext familienrechtlicher Verfahren» in Olten ⚖️
Wie lässt sich der Schutz vor elterlicher Partnerschaftsgewalt konsequent im Familienrecht verankern? Darüber diskutierten Fachleute aus Justiz, KESB, Polizei und Psychologie.
3 Key Takeaways:
- Schutz geht vor Kontaktrecht: Das Kindeswohl und die Sicherheit des gewaltbetroffenen Elternteils haben oberste Priorität. «Parental Alienation» darf reale Gewalt und Schutzbedürfnisse nicht verdecken.
- Gewalt wirkt generationenübergreifend: Dr. Thomas Aebi verwies auf epigenetische Forschung und die möglichen langfristigen Folgen von Gewalterfahrungen über mehrere Generationen hinweg.
- Früherkennung braucht Zusammenarbeit: Wie erkennen Gerichte häusliche Gewalt, wenn sie in den Akten nicht erwähnt wird? Welche Rolle spielen dabei Anwält? Instrumente wie die Checkliste «Bigler» können wichtige Impulse geben.
❗Nicht allen Teilnehmenden waren die Empfehlungen der Schweizerischen Konferenz gegen Häusliche Gewalt (SKHG) bekannt. Wie können bestehende Empfehlungen die relevanten Fachpersonen besser erreichen?
💡Die Hoffnung ist, dass die Teilnehmenden die Impulse aus Olten in ihre Netzwerke tragen und einen Schneeballeffekt auslösen.
Die Referierenden:
• Prof. Dr. Paula Krüger | Schutzrecht vs. Kontaktrecht & Kritik an «Parental Alienation»
• Andreas Werner (Kapo ZH) | Interdisziplinäres Bedrohungsmanagement
• Dr. Thomas Aebi | Dynamiken häuslicher Gewalt & Kindeswohl
• Fabienne Moser-Frei | Zivil- und verfahrensrechtliche Schutzinstrumente
• Workshops (M. Lambelet, F. Moser-Frei, PD Dr. M. Bolten) | Praktische Anwendung des SKHG-Leitfadens
SKHG Leitfadden:
https://csvd.ch/app/uploads/2026/02/skhg_leitfaden_deutsch_2026_02_13.pdf
Checklist Bigler :
